Dienstag, 18. Juni 2013

Weimar - "Stadt der deutschen Klassik" (13.-15.6.)

Den Höhepunkt unserer Reise bildet Weimar. Weimar's Ruf wurde von Goethe und Schiller begründet. Aber auch Luther, Cranach, Bach, Wieland und Herder festigten die 'Epoche Weimar' und Walter Gropius gründete hier 1919 das Bauhaus.
Das 1709 am Frauenplan 1 erbaute Wohnhaus im Barockstil, in dem ab 1782 Goethe als Mieter wohnte, machte ihm 1794 Herzog Carl August zum Geschenk.
Heute Goethe Nationalmuseum
Das Arbeitszimmer von Johann Wolfgang v. Goethe (28.8.1749 - 22.3.1832)
Goethes Gartenhaus im Park an der Ilm, das Goethe 1776 erwarb und bis 1782 ständig bewohnte. 1788 lernte er im Park Christiane Vulpius kennen, die dann hier wohnte.
Das Deutsche Nationaltheater am Theaterplatz, mit dem von Ernst Rietschel 1857 geschaffenen Goethe und Schiller Denkmal; darin tagten von Februar bis September 1919, die im Jänner gewählten 423 Delegierten der Nationalversammlung. Am 11. Februar wurde Friedrich Ebert zum Reichstagspräsidenten gewählt, am 22. Juni die Zustimmung zum Versailler Vertrag erteilt und am 31. Juli die Reichsverfassung verabschiedet.
Gebäude der Bauhaus Universität

Die Musikhochschule Franz Liszt befindet sich im ehemaligen Fürstenhaus mit dem Reiterstandbild des Großherzogs Carl August
An beiden Abenden genießen wir Goethe im Theater im Gewölbe im Cranach Haus am Markt: am ersten Abend eine sehr gute Kurzfassung von Goethes Faust
und am 2.Tag "Johann Wolfgang (74) und Ulrike (19) Goethes letzte Liebe", gespielt von Nora Bülow und Detlef Heintze, der auch beide Stücke verfasste bzw. aus Goethe-Texten zusammenstellte
Am 15.6. konnten wir ohne Hochwasser-Umwege bei herrlichem Wetter ungehindert heimkehren.

Montag, 17. Juni 2013

Wartburg (13.6.)

Schließlich fahren wir um 15:00h noch zur Wartburg, eine der interessantesten deutschen Burgen, wo wir um 15:20 eine einstündige Führung mitmachen. Sie wurde 1067 von Ludwig dem Springer gegründet.

1206 Kampf der Minnesänger: Wolfram v. Eschenbach, Heinrich v. Ofterdingen, Heinrich v. Veldecke und Walter v. der Vogelweide

Die Hl. Elisabeth lebte und wirkte hier für die Armen, nachdem sie aus Ungarn kommend mit 14 Jahren Ludwig geheiratet hatte, sie starb mit 24 Jahren im Jahr 1231 und wurde 1235 heilig gesprochen; ihre Lebensgeschichte schmückt diesen Raum
Zwischen 1521/22 verbrachte Martin Luther als "Junker Jörg" die Zeit des Banns durch Karl den V. unter dem Schutze des Herzog August . auf der Wartburg und übersetzte in 10 Wochen das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche.
Der Festsaal

Eisenach (13.6.)

Am Weg nach Weimar besuchen wir noch Eisenach und die Wartburg
Den Marktplatz in Eisenach prägt die Georgskirche, eine der bedeutendsten protestantischen Kirchen Deutschlands, 1521 predigte hier Martin Luther und am 23. März 1685 wurde hier Johann Sebastian Bach getauft.Im Vordergrund der Georgsbrunnen


In unmittelbarer Nähe das Martin Lutherhaus, das wir besichtigten,
und schließlich besuchen wir auch das Bachmuseum mit Musikvorführung auf alten Instrumenten

Gotha (12.6.)

Abends fahren noch nach Gotha. Das Stadtbild wird vom Schloss Friedenstein beherrscht
Das Schloss entstand an der Stelle der geschleiften Festung Grimmenstein. Im 16. Jh. wurde es mit Barock-, Rokkoko- und klassizistischer Ausstattung versehen.
Das Abendessen nehmen wir neben dem Renaissance Rathaus ein

Samstag, 15. Juni 2013

Petersberg

Vom Domberg führt ein gemütlicher Weg auf den gegenüberliegenden Petersberg; ursprünglich stand dort das Peterskloster, das 1830 ausbrannte
Die barocke Zitadelle auf dem Petersberg bietet eine schöne Aussicht auf Erfurt.
Sie gilt als eine der größten und besterhaltenen ihrer Art in ganz Europa und wurde 1665 auf Befehl des kurmainzischen Kurfürsten und Erzbischofs Johann Philipp von Schönborn als Zwingburg gegen die Stadt im neuitalienischen Stil errichtet. Im weiteren Verlauf sollte sie als nördlichste Festung das Kurfürstentum vor Angriffen der protestantischen Mächte schützen. Die strategische Bedeutung der Zitadelle erkannten später auch die Franzosen und die Preußen, die sie Anfang des 19. Jahrhunderts für kurze Zeit besetzten. Mit dem Wiener Kongress im Jahre 1815 kam sie mit Erfurt zum preußischen Königreich und wurde bis zur deutschen Reichsgründung 1871 als Befestigungsanlage genutzt. Sie blieb auch während der beiden Weltkriege und in der Nachkriegszeit ein zentraler militärischer Ort der Region.
Ab 1963 war das Gelände der Öffentlichkeit teilweise zugänglich.
Blick auf den Domberg

Erfurt-Rundgang

Am Ende der Krämerbrücke
Der Domplatz mit dem Dom St. Marien und der Severikirche
Nachmittags besichtigen wir den Dom, der 1154 als romanische Basilika errichtet wurde. Im 14.Jh kam ein hochgotischer Chor dazu und ab 1455 wurde das Langhaus angebaut
Nach dem Besuch der Severikirche besteigen wir noch den Petersberg

Mittwoch, 12. Juni 2013

Erfurt (10.6. - 12.6.)

Unser nächstes Ziel ist die Hauptstadt Thüringens, Erfurt. Erfurt ist auch die größte Stadt Thüringens und hat 200.000 Ew. Der Ort wurde 742 von Bonifatius als Bistum gegründet. Erfurt erreichte im 14. und 15. Jh. durch Handel - es lag an der via regia, der Königinnenstraße, die von Rom nach Russland führte - und die Produktion des pflanzlichen Blaufärbemittels Waid seine Hochblüte. 1392 wurde die Universität eröffnet, an der auch Martin Luther (1501-1505) studierte, bevor er ins Augustinerkloster eintrat.
Erfurt hat rund 200 Brücken - aber mit der Krämerbrücke auch die längste bebaute Brücke der Welt (32 Häuser)
Am ersten Abend besuchen wir noch ein Violin- und Blockflötenkonzert des Musikgymnasiums Belvedere aus Weimar in der Alten Synagoge.
Der 2.Tag beginnt mit einer geführten Stadtbesichtigung, die uns vom alten Studentenviertel über die Krämerbrücke und das Speicherviertel - auch Waidspeicher - zum Domplatz und zurück auf den Fischmarkt führt.
Ein halb über den Fluss gebautes Studentenhaus
Auf der Krämerbrücke, allerdings gilt "Willst Du die Krämerbrücke sehen, darfst Du nicht darüber gehen!"